MietpreisbremseEs ist soweit, der Vorschlag zur Mietpreisbremsung von Justizminister Heiko Maas wurde verabschiedet und tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Denn 30-40% Mietpreissteigerung bei Neuvermietung in einigen Ballungsräumen seien laut Maas nicht tragbar. Experten schätzen die Einsparungen, die Mietern jährlich zu Gute kommen auf ca. 850 Millionen Euro. Doch die neue Regelung bietet nicht nur Vorteile.

Die Reaktionen darauf sind mit gemischten Gefühlen verbunden: Die Mieter freuen sich. Der Deutsche Mieterbund begrüßt den Entwurf. Vermieter, Haus- und Grundstückseigentümerverbände und die Linke klagen und sehen darin nur eine Alibilösung durch die der Bund auf dem Rücken der Vermieter Kosten einsparen will.

Wie funktioniert die Mietpreisbremse 2015?

Doch wie funktioniert die Regelung zur Dämpfung des Mietpreisanstiegs genau? Die Änderung sieht vor, dass bei der Neuvermietung von Immobilien die Miete nur noch maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. In einigen deutschen Groß- und Unistädten liegt der Anstieg derzeit bei bis zu 40%. Dadurch sollen laut Maas Mieten auch weiterhin für Normalverdiener bezahlbar bleiben.

Weiterhin sieht die Regelung vor, dass die Maklerprovisionen bei Vermietungen zukünftig vom Auftraggeber bezahlt werden müssen. Bisher war es üblich, dass der Mieter die Vermittlungsgebühr zu bezahlen hat, auch wenn der Makler vom Vermieter beauftragt wurde. Maklern droht nun sogar ein Bußgeld wenn sie trotzdem vom Mieter ein Entgelt fordern, obwohl sie vom Vermieter beauftragt wurden.

Für wen gelten die neuen Regelungen?

Die neuen Regelungen gelten nicht für Neubauten und Wohnungen, die erstmals nach dem 1.10.2014 genutzt oder vermietet wurden. Weiterhin ausgenommen sind Wohnungen nach umfassenden Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen. Derartige Wohnungen sind drei Jahre von der neuen Mietpreisregelung nicht betroffen. Das Gesetz definiert leider nicht konkret was „umfassend Renoviert“ genau bedeutet. Laut Experten ist eine Renovierung dann umfassend, wenn die Kosten etwa 30% der Kosten für einen Neubau betragen.

Weiterhin gilt die neue Mietpreisregelung nur in Gebieten, die von den Ländern zu „angespannten Wohnungsmärkten“ erklärt werden. Diese Situation liegt dann vor, wenn die Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen in deutlichem Maße gefährdet ist, etwa bei Großstädten oder Universitätsstädten. Hierzu zählt auch der Immobilien Stuttgart Markt. Dieser Status gilt jeweils für 5 Jahre.

Hier liegen also große Chancen für Mieter, Wohnungen zu finden, die diesen Kriterien entsprechen und dadurch ganz enorm von der Mietpreisbremse zu profitieren. Es lohnt sich also, einen renommierten Makler (im Bereich der Immobilienmakler Stuttgart z.B. etwa Tolias Immobilien) damit zu beauftragen, Wohnungen zu suchen, die diesen Kriterien entsprechen und so ganz massiv Mietkosten einzusparen.

Kritik an der Mietpreisbremse

Kritik an der Mietpreisbremse 2015 wird vor allem von Seiten der deutschen Haus- und Grundstückeigentümerverbände laut. Diese rechnen mit geschätzten Mehrkosten bzw. Mindereinnahmen von rund 520 Millionen Euro jährlich. Dies treffe indirekt auch die Mieter. Laut Rolf Kornemann, dem Präsident von Haus und Grund werde durch die verminderten Einnahmen den Vermietern die finanzielle Grundlage für Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen genommen, ohne dass der Bund dies mit Zuschüssen ausgleichen würde. Dadurch würde der Wohnungsbestand in Deutschland verkommen und es würde den Mietern gleichermaßen schwerfallen angemessenen Wohnraum zu finden. Auch Makler werden durch das neue Beauftragungsprinzip vermutlich weniger Aufträge von Vermietern erhalten, welche durch die ausfallenden Einnahmen und die Mehrkosten bei einer Vermittlung durch einen Makler wohl eher auf dessen Beauftragung verzichten werden. Unterm Strich profitieren also in jedem Fall die Mieter (zumindest kurzfristig) in Ballungsräumen von den verminderten Mietpreisen. Wie sich das neue Gesetz auf den Immobilienmarkt als Ganzes in Zukunft auswirkt, ist hingegen schwer abzuschätzen.

Die Mietpreisbremse 2015 kommt

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